MenkesinMexico

Datenschutz im Krankheitsfall

Es gibt auch Gutes zu berichten, nicht das hier der Eindruck entsteht, alles wäre seltsam. Ich musste hier zum Arzt wegen meiner Schilddrüse – in der Regel läuft das so, das man in seinem Netzwerk rumfragt, ob wer wen kennt und schon bekommt man Namen von Ärzten.

In diesem Falle einer netten Ärztin, die sich nun um mich kümmert. Interessanterweise gibts in der Regel nur eine Mobilnummer und über WhatsApp vereinbart man dann einen Termin. Geht innerhalb von 2 Tagen. Man macht das also direkt mit dem Arzt aus. Ich bin dann in ein großes Ärztehaus gefahren. Dort haben die Ärzte jeweils einen kleinen Bereich, mit einer Rezeptionistin (ohne PC) und einem Behandlungsraum sowie einige Warteplätze. Die Ärztin hat mich untersucht und dann eine Blutuntersuchung angeordnet. Das ist ausgelagert und wird in einem Labor durchgeführt.

Bin gleich hin – das war  wirklich ein super Service. Sehr nette Leute und dienstleistungsorientiert. Die haben meine Daten aufgenommen und nachdem ich nüchtern war, konnte ich gleich dableiben. Dabei gibt es eine übersichtliche Liste, was alles kostet. – in meinem Fall ca. 100 Euro. Für eine richtige Rechnung bin ich dann an ein modernes Terminal gegangen, wo ich meine Daten nochmal eingegeben habe und schon hatte ich eine elektronische Rechnung. Wirklich vorbildlich. Auch die Blutabnahme war super organisiert. Der junge Mann hat mir nochmal alles erklärt, hat genau gezeigt, dass er jetzt erst das Siegel aufgebrochen hat, die Nadel neu aus einem Behälter geholt und nach der Blutabnahme hat er mir nochmal gezeigt, dass mein Name auch auf den Röhrchen stand etc. Ich war wirklich beeindruckt. Das klappt wie am Schnürchen….

Die Ergebnisse habe ich innerhalb von 2 Tagen per E-Mail bekommen – kein Anrufen, Nachfragen oder sonstiges. So einfach kann das gehen  – da können sich deutsche Ärzte mal eine Scheibe abschneiden. 

Etwas Seltsames muss ja immer dabei sein und so werden hier eifrig Daten per WhatsApp verschickt – so soll ich zum Beispiel meine Blutdruckwerte und die Ergebnisse meines Labors einfach per WhatsApp an die Ärztin schicken und dann machen wir einen neuen Termin aus.  …

Das Schwierigste wird nun sein, die App der Krankenversicherung zu starten, damit ich mein Geld zurück bekomme…

In diesem Sinne

Hasta luego!

Kältewelle in San Luis Potosi

Also fast, beinahe ist es kalt geworden – also nur abends und nachts und eigentlich für bayerische Menschen nicht wirklich…aber hier ist es kalt! so kalt,  das die einzelnen Kältetage Namen haben: Frente Frio Nummer 1,2,…. Mittlerweile sind wir bei 14 oder so angekommen. Es wird vor Kälte nachts gewarnt, also weniger als 5 Grad und am Samstag morgen soll es sogar -3 Grad sein. Vorsichtshalber wurde schon mal der Golfkurs für morgens 9 Uhr abgesagt. Alles nicht so schlimm könnte man sich denken, wenn nicht die mexikanische Bauweise ein warmes Haus verhindern würde.  

morgens wenn die Sonne in den Carport scheint, brauchen wir im Flur kein Licht…

Wie man oben sieht, sind die Häuser nicht wirklich dicht – gestern Nacht hat es stark gewindet, bei geschlossenen Fenstern haben sich die Vorhänge im Haus entsprechend bewegt – und eine eher feuchte Kälte zieht herein. Unsere Kleider im  – zugegebenen offenen Ankleidezimmer – sind schon mal gerne ein wenig klamm beim Anziehen…Wobei wir Glück haben und im Wohnzimmer und in den Schlafzimmern Klimageräte installiert sind, haben, die wir nutzen können – der Rest des Hauses ist dann halt nur 15 Grad warm…

Auch in den Restaurants und öffentlichen Gebäuden macht sich das bemerkbar. Für die paar kalten Tage im Jahr lohnt es sich offensichtlich nicht, an der Bauweise was zu ändern oder Heizungen zu installieren. Beim Hilton Hotel stehen die Damen in Steppjacke und Strickmütze an der Rezeption und an der Supermarktkasse wird ebenfalls mit Mütze bedient. Schon seltsam. An meinem Geburtstag waren wir in einem sehr schönen Restaurant essen, allerdings zieht es dort so dermaßen, dass ich den ganzen Abend meine Jacke anbehalten habe…

Der Run im örtlichen Baumarkt auf elektrische oder gasbetriebene Heizlüfter ist entsprechend groß und die Expatgemeinde überschlägt sich mit den Angaben, wie kalt es nun im Haus ist. Manche gehen sogar soweit, dass sie tagsüber auch mal gerne im Clubhaus duschen oder die dortige Sauna nutzen, weil es unangenehm kalt in den Häusern ist. 

Wenn dann aber die Sonne da ist, sind es wieder mehr als 20 Grad und ein traumhafter Himmel zeigt sich über San Luis Potosí

Hasta luego

Mexico, die Geduld und ich…

werden wohl keine Freunde mehr….

Letzte Woche waren wir im örtlichen Kaufhof, Liverpool heisst der hier, um einen künstlichen Tannenbaum zu kaufen (haha, ich kann mir das Augenrollen schon vorstellen..). Es war ein 30% Rabatt-Tag und das mussten wir natürlich ausnutzen. Also nichts wie rein in den Laden, der Baum war recht schnell ausgesucht. Dann dauerte es auch nur noch ca. 40 Minuten  bis wir zahlen konnten – es waren 2 Leute vor uns an der Kasse…

Ist nicht so einfach, erst musste der junge Mann im System nachschauen, ob der Baum auch noch vorrätig war. Dazu erstmal warten, bis der Kassenvorgang abgeschlossen war. Gut, Baum muss geliefert werden, aber das ist kein Thema. Also warten, bis wir an der Kasse dran sind, das Paar hat gerade alles eingesammelt und dann kam eine ältere Dame an die Reihe. Sie hatte drei Sachen in der Hand, wollte 2 Rechnungen dafür. Wenn hier Rabatt gewährt wird, dann rechnen die Verkäufer erstmal mit einem Taschenrechner aus, was der Discount ausmacht und fragen dann nach, ob man das Teil zu dem Preis kaufen möchte. In Deutschland ist man ja eher effizient, man sucht sich seine Sachen raus und geht dann mit der Kaufabsicht zur Kasse. Hier wird die Kasse auch gerne mal als Beratungsstation genutzt, sehr zum Leidwesen der anwesenden Deutschen! Also die beiden Teile gekauft und beim Dritten hat sich die Dame nach mehrmaligen Rückfragen entschieden, dass sie es doch nicht will. Nun denn, wir waren dran.

Ich habe es gewagt, drei verschiedene Sachen aus drei verschiedenen Abteilungen an einer Kasse vorzulegen. Also musste alles gesondert abgerechnet werden – Rabatt ausrechnen, nicken, eintippen und zahlen. An der Kasse haben dann 4 Leute gestanden um das zu bewerkstelligen und es brauchte drei Leute um mir auf 500 Peso (22 Euro) 235 Peso wieder rauszugeben..Dios mio!

Gekrönt wurde  mein Geduldsspiel dann durch meine vergeblichen Versuche, den mexikanischen Führerschein zu bekommen. Meine Aufenthaltskarte habe ich nun und damit kann ich zur Führerscheinstelle. Alle nötigen Unterlagen im Original und als Kopie dabei, bin ich gestern dorthin gefahren. Um 8 Uhr machen die auf, 8.03 Uhr war ich das. Super Parkplatz gefunden, keine Schlange vor dem Büro – läuft bei mir, denke ich …..Falsch gedacht. Leider kein Service, die System sind down, es gibt gerade keinen Internetzugang. Na gut, dann eben manana denke ich mir (und kam mir dann schon ganz entspannt und mexikanisch vor) und fahre heute morgen wieder kurz vor 8 Uhr los… Und siehe da: Lo siento, no hay servicio hoy! Systeme immer noch down…das kann doch nicht wahr sein! Also wieder heim und nun versuche ich am Freitag mein Glück wieder – wobei Freitag ja schon wieder gefährlich nah am Wochenende ist und ob da das Internet sich nicht schon auf eine Pause vorbereitet? Schaun mer mal…

In diesem Sinne hasta luego!

ich, beim Warten in Mexico

23 Uhr – die Security taucht auf…

Na das war vielleicht eine Überraschung – nachdem die Mexikaner hier im CLub auch mal gerne unter der Woche lautstark feiern, haben wir am Samstag eine spontane Wiesn Party gefeiert – ca. 20 Leute tummelten sich im Garten und Musik gabs auch…bis tatsächlich um 23 Uhr die Security mit einer unserer Nachbarinnen vor der Tür stand..Die Musik sei zu laut, wir sollten doch leiser sein… wir waren uns alle sicher, dass es nicht zu dem Besuch gekommen wäre, wenn wir Mexikaner wären…

Anyway, wir haben natürlich weiter gefeiert nur mit leiser Musik. Feiern ist ein gutes Stichwort. Ich habe gestern von meinem Spanischlehrer etwas Interessantes erfahren. Wir fangen den Unterricht Montags meist mit einer Erzählung an, was ich am Wochenende gemacht habe und als ich ihn fragte, was Freizeitstress auf Spanisch bedeutet, meinte er, dieses Konzept gibt es nicht in Mexico. Man hat keinen Stress in der Freizeit! Das muss ich mir merken, denn es kam mir nicht so vor!

Während Lena da war, haben wir 4 Tage in Mexico City verbracht, uns San Miguel de Allende angeschaut und den Kofferraum voller Keramik geladen. Die Zeit mit Lena verging viel zu schnell und die zwei Wochen waren schon rum, kaum dass sie angefangen haben. Aber an Weihnachten kommt das Kind ja wieder.

Nach Lenas Besuch waren wir mit Freunden und unseren Hausbesitzern am Unabhängigkeitstag in Tequila um völlig unabhängig Tequila zu trinken und zu sehen, wie das Gebräu gemacht wird. Eine richtig gute Tequila Verköstigung später konnte ich mich wenigstens mit einer Sorte anfreunden. Die Jungs haben alles probiert und unser Hotel war Gott sei Dank direkt gegenüber der Distille….

Am letzten Donnerstag waren wir auf einer Benezifveranstaltung im Klub, bei der die Einnahmen dem örtlichen Symphonieorchester zugute kamen. Mal eine Gelegenheit, sich richtig aufzuhübschen. Als Kontrast war dann Freitag abends der örtliche Rockschuppen La Santa bis nachts um 3 Uhr angesagt, gefolgt vom Bierfestival am Samstag, wo wir uns alle in Tracht geschmissen haben und sich die oben erwähnte Party bei uns anschloss….Puh,und am Sonntag reichte es dann nur noch für das Sofa…

Ich nehme seit Freitag an einem mexikanischen Kochkurs teil, der 1x die Woche stattfindet und lerne wie man Salsas, Tortillas, Mole und sonstige typische Gerichte zubereitet. Und um mein Spanisch auch anzuwenden, werde ich im Oktober einen Kurs besuchen, bei dem man lernt, wie man die typische Catrina-Figur herstellt.. Catrina wurde 1910 geboren und ist ein Symbol der Gesellschaftskritik: In pompösen Roben gekleidet, sind alle Menschen doch unter der schönen Kleidung nur ein Skelett, egal in welcher Gesellschaftsschicht man sich befindet.

Ach ja, und übrigens gearbeitet wurde auch und letzte Woche ist dann auch das erste Auto vom Band gelaufen. Die Jungs waren alle total stolz und auch der oberste Chef meinte, dass alles gut geklappt hat und die Truppe einen Klasse Job gemacht hat. Als das Auto tatsächlich auch ansprang, waren alle sehr erleichtert. Übrigens hat Carsten seitdem einen neuen Namen in der Firma – nachdem er die ganze Zeit Herr Doktor genannt wurde, ist er nun „El patron“, der sich um alle gut kümmert…Damit können wir, glaube ich, gut leben… Hasta luego!

Hier übrigens ein Link zu unseren Bildern aus Mexico City…https://1drv.ms/a/s!As0B3rOfr4sDvWmz1DUXMsdS3nbS  

Und hier ist noch der Link zu unserem Trip nach Tequila https://1drv.ms/a/s!As0B3rOfr4sDvWpjEbETNTldt676

 

Das Leben in Mexico feiern

Es ist laut, ein bisschen schmuddelig, kleine Kinder tanzen durch die Gegend, die Anfahrt auf einer Staubpiste abenteuerlich, nachts um 2 Uhr…kurz Fenapo 2018!

Die Feria Nacional Potosina ist eine bunte Mischung aus Jahrmarkt, Landwirtschaftsmesse, Konzerten und buntem Treiben. 1942 wurde die erste Feria in San Luis Potosi abgehalten und nun hatte ich auch das Vergnügen an einem Abend Teil zu sein. Drei Wochen im August – zum Ende der Sommerferien – wird in San Luis Potosi der große Jahrmarkt aufgebaut. Es gibt wie auf jeder Kirmes Schausteller, Fahrgeschäfte (die Sicherheit ist ungefähr die gleiche wie bei einer Local State Fair in den USA, also weniger vorhanden) sowie Essen und Trinken ohne Ende. Gleichzeitig findet eine Landwirtschaftsausstellung statt, werden Sportveranstaltungen durchgeführt, und Konzerte sowie andere Aufführungen dargeboten. Eine richtig großes Angebot für die Menschen hier im Bundesstaat. 

Wir haben uns für das Konzert der Los Angeles Azules https://www.losangelesazules.com.mx/   entschieden und waren mit 14 Leuten dort. Das Konzert gehört zu einer der Musikkonzerten, die in einer Arena stattfinden, auf dem Feria Gelände. Konzertbeginn war für 23.30 Uhr angesagt – und das an einem Wochentag! Die Jungs haben sich vorsichtshalber mal für den Freitag Vormittag abgemeldet und haben entweder gleich Urlaub genommen oder sind erst gegen Mittag in die Firma gefahren. Gute Entscheidung!

Also rein in die rustikalen Klamotten und mit dem Uber zum Ort des Schauplatzes gefahren. Unsere Uber Fahrerin fuhr so langsam und unsicher, dass Carsten am liebsten das Steuer übernommen hätte. Naja, mit einer Hand das Handy-Navi und dann noch durch die Gegend fahren ist auch nicht so der Knaller. Nachdem wir unsere heile Welt des Golfplatzes verlassen haben, sind wir über den Pereferico gefahren – eine Strecke die man eigentlich mit seinem eigenen Auto nicht fahren sollte, außer man hat einen Truck. Die festgefahrene Sandpiste besteht auf ca. 300 m nur aus Bodenwellen, die mal eben die Autoachsen ruinieren können… 

Zunächst haben wir uns einen Platz gesucht in einer der vielen Kneipen, mit Blick auf eine Musikbühne, wo ein Meer an wogenden Cowboyhüten sich mit ihren Damen zur lokalen Musik bewegt haben – getanzt wird hier überall und immer so eine Art mexikanischer Foxtrott, einfache Schritte, aber immer ganz eng verbunden! Gerne stampfen die Männer dazu dann auch mit ihren Stiefeln auf dem Holzboden, was zum allgemeinen Lärmpegel beiträgt. Laut, bunt, fröhlich geht’s hier zu. 

Gegen 23 Uhr haben wir dann unsere Plätze in der ca. 1500 Leute fassenden Arena eingenommen – gerade rechtzeitig um den letzten toten Hahn zu sehen, der wegtransportiert wurde…Zu den Sportveranstaltungen gehören auch Hahnenkämpfe unter lauten Wetteinsätzen. Ich bin froh, dass ich das nicht sehen musste. Also schnell das letzte Blut aus dem Rondell weggewischt, ein paar Sägespäne gestreut und während die Aufbauten für das Konzert losgingen, wurde noch eine Runde Bingo gespielt. Keinen hat das interessiert und als es dann gegen 0.30 Uhr mit der Musik losging, was die Hölle los. Eine 15 Mann/Frau starke Truppe ist aufgelaufen und hat uns über 2 Stunden lang mit ihren Liedern eingeheizt. Die Damen vor uns kannten jedes Lied auswendig – aber bei Coldplay ging es mir ja auch so:-) Zwischen den engen Reihen und Sitzplätzen liefen dann immer wieder Verkäufer rum, die Getränke (Bier, Tequilaflaschen,  Cola, Wasser) und Snacks verkauft haben, alles abenteuerlich auf einem Tablett durch die Gegend tragend. 

Die Arena hat soll  mitgemacht und fast keiner ist auf seinen Sitzen geblieben, es wurde getanzt, gesungen und die Hände geschwenkt. Ein tolles Erlebnis und als wir gegen 3.30 Uhr wieder zu Hause waren haben mir die Ohren geklingelt. 

Ein Paradebeispiel an mexikanischer Lebensfreude!

Hasta luego

Mala temporada – unsere verkürzte Reise an den Pazifik

mala temporada bedeutet soviel wie falsche Zahreszeit. So könnten wir unsere zweite Reise beschreiben. Wir sind von San Luis mit dem Auto zunächst nach Guadalajara gefahren, wo wir ein wunderbares Wochenende verbracht haben. Guadalajara ist die zweitgrößte Stadt Mexikos und wird auch die Perle Westens bezeichnet. Die Stadt hat viel zu bieten und wir haben das Wochenende genossen, auch wenn es sehr heiß und teilweise sehr schwül war. Ein Vorgeschmack auf Puerto Vallarta.

Gegründet 1532 unter dem Namen Esperitu Santo hat sich die Stadt rasend entwickelt. Heute ist Guadalajara unter anderem bekannt als Silicon Valley Mexikos und als  Gastgeber des wichtigsten mexikanischen Filmfestivals. Es gibt viele Universitäten und ist Sitz der zweitältesten Universität des Landes. Sehr düster hingegen sind die Wandmalereien des Malers Jose Clemete Orozco in dem Instituto Cultural Cabanas. Orozco gilt als Begründer der zeitgenössischen Malerei und seine Wandmalereien sind fast wie Karikaturen und zeigen die Unterdrückung von Menschen und die Herrschaft von Maschinen und das in den dreissiger Jahren… Sehr spannend war der lokale Foodmarkt, wir haben uns aber noch nicht getraut, von den kleinen Imbissständen zu essen….

Weiter ging es dann nach Puerto Vallarta, wo wir an der Küste ein brandneues, hoch über der Küste, Hotel bezogen mit einem traumhaften Blick auf die Pazifikküste. Alles gut, bis wir aus dem Auto stiegen und von der Luftfeuchtigkeit nahezu erdrückt und Moskitos zerfressen wurden.

Nachts mussten wir uns dann entscheiden zwischen dem Lärm der Klimageräte und Luftentfeuchter und der stickigen Hitze…Beides keine guten Optionen für uns. Wir haben gehofft, ein bisschen Golf zu spielen und im tropischen Urwald den Botanischen Garten zu erkunden, aber die Luftfeuchtigkeit und die Mosiktos haben uns echt zu schaffen gemacht.

Als wir dann am nächsten Tag durch die kleine Stadt spaziert sind, hat uns das echt den Rest gegeben. Die Küstenstadt ist sehr schön, und hat eine wunderbare Promenade. Da allerdings Nebensaison ist, waren nicht viele Besucher da, und so wurden wir ständig angesprochen. Die skurrilste Konversation lautete in etwa: „Hi Gringos, hier gibts Drinks für 1 Dollar! Sorry, wir sind keine Gringos. Ach, woher seid ihr denn? Aus Deutschland. Cool, schöne Grüße an die Mafia!“  What the heck…?

So haben wir uns entschieden, den Urlaub abzubrechen und wieder nach SLP fahren. Hier konnten wir die restlichen Tage Golf spielen und das tolle Wetter geniessen. Die richtige Entscheidung.

Hasta luego!

Sprechen wir über …Klopapier, Trinkgeld und Einkäufe

So langsam erwischt uns der Alltag hier in San Luis Potosí und damit auch die ersten interkulturellen Besonderheiten. Reden wir über Toiletten.. Diese sind im Allgemeinen echt sauber und es kümmert sich immer jemand um die Räumlichkeiten – also kein Problem auch im Baumarkt zur Toilette zu gehen. Was aber für uns Deutsche (oder Europäer) wirklich immer noch seltsam anmutet ist der, meist, offene Eimer neben dem Klo. Gut bei den Damen kennt man das ja als geschlossenes Behältnis für diverse Hygieneartikel, aber hier wird er tatsächlich genutzt um das Toilettenpapier zu entsorgen. Das ist irgendwie bäh und an den Anblick werde ich mich wohl nicht gewöhnen können. Natürlich weiss ich mittlerweile, dass die Abwassersysteme in Mexico nicht besonders belastbar sind und daher steht an vielen Toiletten immer noch die Bitte, sein Papier im Eimer zu entsorgen… Und es gibt ja auch noch viele Ortschaften, deren Häuser kein fliessendes Wasser haben und da ist es natürlich sinnvoll das Papier gesondert zu entsorgen. Dennoch keine wirklich tolle Aufgabe für die Toilettenreinigungstrupps….. in den neuen Häusern ist das Gott sei Dank kein Thema mehr und wer uns besuchen kommt, muss sich keine Sorgen machen!

Trinkgeld ist ein spannendes Thema und ich habe mich letzte Woche mit einer Deutschen unterhalten, die schon mehr als 15 Jahre hier lebt und immer noch ein gespaltenes Verhältnis hat. In Restaurants gibt man schon mal 10%, aber man muss auch sagen, dass es einige Mexikaner auch schon ausnutzen und der Meinung sind, uns fällt es nicht auf, wenn auf einmal auf einer Restaurantrechnung 15-18% aufgeschlagen werden, ohne diese zu benennen oder als Trinkgeld auszuweisen. In der Regel gibt es eine Gesamtrechnung und man teilt sich den Betrag einfach   – jeder schmeisst dann noch etwas Trinkgeld dazu und dann passt das schon. Wenn dann aber immer noch etwas fehlt, dann fängt man an sich die Rechnung anzusehen und da tauchen dann Posten auf, die man nicht kennt…. und da kommt man sich schon ein wenig ausgenutzt vor. 

Bezahlung von Dienstleistern ist auch spannend. Die Arbeitskraft ist hier wirklich nichts wert und man hat hier auch so latent den Eindruck, dass Leute aus den unteren Schichten nicht wirklich geschätzt werden und etwas von oben herab behandelt werden. Beim Einkaufen stehen Leute am Band, die alles in die Taschen einpacken und sie bekommen natürlich auch ein Trinkgeld. Ich bedanke mich auch immer brav bei den Leuten, stelle aber fest, das die Mexikaner ihnen einfach was in die Hand drücken, sie nicht anschauen und auch nichts dazu sagen – hat was von Almosen. Die Höhe des Trinkgeldes ist für uns auch immer noch schwierig einzuschätzen. 10 Peso sind eben nur knap 50 cent.. aber man muss sich eben überlegen, wieviel Geld sie sonst verdienen. So sind 2-3 Peso ausreichend  und der Truppe, die mein Auto säubert gebe ich dann 10 Peso…

Der Caddy beim Golfen bekommt ebenfalls Trinkgeld, oder auch nicht. Auch hier gehen die Meinungen auseinander. Tue ich ihnen was Gutes und bin großzügig, also 400 Peso oder knapp 20 Euro für die Begleitung von 2 Personen auf dem Kurs…oder lasse ich es komplett sein? Denn sie bekommen ja ein Grundgehalt. Schwierig für uns, zumal man keine Reaktion bekommt, ob das Trinkgeld nun wenig, ausreichend oder sehr großzügig war. Es wird kommentarlos eingesteckt. Sehr seltsam für uns . Ein nettes Danke erwartet man schon irgendwie, aber das ist hier einfach nicht Teil der Kultur. Ich gebe es ja freiwillig und warum sollte ich mich dann also für etwas bedanken, was ich zwar annehmen, aber nicht danach gefragt habe… 

Was bezahle ich meiner Putzfrau? Natürlich sind 250 Peso für 5 Stunden nicht viel (also 12 Euro) und im Vergleich zum Caddy (der ja auch noch ein Gehalt bekommt) ist es auch anstrengende Arbeit. Aber Arbeitsleistung ist nun mal billig und wenn ich ihr 1000 Peso zahle wird die Arbeit auch nicht besser gemacht und sie verdient mehr als ein Bandarbeiter in einer Fabrik…. 

Also alles noch nicht so einfach zu verstehen hier in Mexico – aber wir sind ja auch erst knapp drei Monate hier und haben noch Zeit uns anzupassen.

Beim nächsten Mal berichte ich dann über unseren verkürzten Trip an die Pazifikküste!

hasta luego!

Endlich im Haus angekommen

Nun, das war eine spannende Erfahrung, aber nun sind wir in unserem Haus angekommen….Es gab ein paar aufregende Tage rund um den Einzug. Leider war noch nicht alles fertig als die Möbel kamen, aber nach 6 Wochen Hotel konnten wir es kaum erwarten. Carsten musste arbeiten, also habe ich mir morgens nochmal schnell herausgeschrieben, wie die Zimmer auf Spanisch heissen und dann tauchte das Team mit 8 Umzugshelfern auf. Pünktlich und motiviert! Und ich war innerhalb von 10 Minuten überfordert. Liste in der Hand, auf der ich die Kistennummer suchen musste, dann überlegen, was ist da drin gewesen und vor allem, wo gehört das hin, auf Spanisch erklären was das ist und wohin damit….Zwischendurch der neugierige Mann, der wissen wollte, wie es läuft und deutsche Expat-Ehefrauen, die mal schnell schauen wollten, was hier so passiert und Kisten, die irgendwie nicht beschriftet waren oder einfach hiessen: Regal. 250 Kisten und 8 Stunden später war alles im Haus und die wichtigsten Sachen aufgebaut – selbst das IKEA Ecksofa wurde mit 5 Mann in 3 Stunden aufgebaut. Nur bei Omas Schrank haben sie kapituliert, den hat Carsten dann aufgebaut. Bis auf 1-2 Gläser ist alles gut angekommen und jetzt alles soweit seinen Platz.

Seitdem waren immer wieder Handwerker da weil es noch etwas zu richten gibt und ich versuche zu verstehen, was sie wollen…. einiges haben wir gelernt: Wichtigstes Untensil bei Regen ist Wischmop und Tücher – denn der Weg zum Haus scheint gerade zu sein, ist aber etwas abfallend – natürlich in Richtung Haustür und da man locker 2 Süddeutsche Wochenendausgaben unter der Tür hindurchschieben kann, kommt das Wasser da dann auch gut rein:-)

Arbeitszimmer und Gästezimmer Nr. 2

 

Um Einbrecher brauchen wir uns auch keine Sorgen zu machen. Unsere riesige Holzhaustür kann auch nicht geöffnet werden, wenn sie nicht verschlossen ist, sie ist so dermaßen verzogen, dass Besuch prinzipiell durch die Garagentür kommen muss. Wir warten natürlich auf den Handwerker – der kommt, oder auch nicht.

Der Blick vom Eingang ins Haus ist schon gewaltig:

Im ersten Stock sind Gästezimmer, Medienraum, Arbeitszimmer und Wäscheraum untergebracht – und das Muchachazimmer…

Die Schiebetüren am Haus sind auch speziell. Sie sind nicht immer einfach aufzumachen und der Schließmechanismus fällt auch gerne mal aus dem Rahmen, aber es gibt Fliegengitter! Die wiederum nichts nützen, wenn der Mensch, der die Alarmanlage eingebaut hat, die Kontakte an den Türen so positioniert hat, das das Fliegengitter eben nur noch fast zugeht….

Noch größere Waschmaschinen und Trockner gabs leider nicht…

Besonders spannend war es Telefon und Internet zu bekommen – Festnetz ist eigentlich nicht so wichtig, aber wir brauchten die Leitung für die Alarmanlage und nach Beantragung des Anschlusses dauert es normalerweise (mas o menos) 6 Tage  – bei uns 20 Tage, weil es hat ja geregnet und die Telefongesellschaft damit beschäftigt war andere Dinge zu tun. Was man halt so machen muss als Telefongesellschaft wenn es regnet. Jedenfalls kam der Mensch irgendwann und ich stand schon mit Handy parat um die WLAN Zugänge einzurichten. Aber er wollte zunächst sehen, was gemacht werden muss. Keine Leitungen im Haus – also Leitungen kaufen. Voy a volver manana, bin morgen wieder da. Oder auch nicht. 2 Tage später wieder aufgetaucht und angefangen, meterweise Kabel zu verlegen. Alles fertig, aber nutzen kann man es erst 72 Stunden später. Voy a volver! Ich komme wieder… leider spielte da gerade Mexico und dann wars das erstmal. Und am nächsten Tag kam er nicht mehr in die Anlage, weil er zu spät an Nachmittag kam und bis 18 Uhr nicht mehr fertig würde – nun gut, dann eben wieder einen Tag später – und hey, seitdem haben wir Internet und Telefon.

Das ist eigentlich der Medienraum, aber unser TV ist im Wohnzimmer, daher ist das Sport-, und Bügelzimmer…

Aber nun sind wir soweit eingerichtet, der Grill ist bereits im vollen Einsatz und ich besorge die letzten Sachen fürs Haus. Ich freue mich, dass der Steinfussboden die gleiche Farbe hat, wie der Staub, den es hier massenweise gibt, da sieht man ihn nicht gleich so stark!  Unser Roboterstaubsauger ist freudig im Einsatz und in den nächsten Tagen kommt der Gärtner und so werden wir hoffentlich bald auch Pflanzen haben.

Die Besitzerin des Gartencenters hat Bilder vom Haus gemacht, morgen fahre ich dann Blumen mit ihr aussuchen und dann wird alles geliefert und eingepflanzt – Liefern und Einpflanzen kostet ca. 600 Peso bei 2 Mann Arbeit  – das sind 30 Euro….+ das übliche Trinkgeld, das man überall zahlt. Die Preise für Dienstleistungen sind echt der Hammer und man muss sich daran gewöhnen, dass 5 Peso Trinkgeld beim Tanken völlig in Ordnung sind. Umgerechnet 25 Cent. Bei einem Gehalt von 100 Peso am Tag für einfache Arbeiter ist das dann schon ok.

Das Esszimmer – wer weiss, wie groß der Tisch in unserer Wohnung in München ausgesehen hat, kann sich die Größe vorstellen

Unsere Küche mit wirklich viel Platz..

 

Hasta luego!

Urlaub auf der Halbinsel Yucatan

Natürlich wollen wir uns in Mexiko auch viel ansehen – und haben ganz touristisch mit Yucatan angefangen. Von SLP gings Ende Mai nach Cancun und von dort aus weiter in ein Ressort in Akumal, ca. 1 Stunde südlich von Cancun. Wir sind bei strömendem Regen angekommen, das Wetter hat sich aber dann Gott sei Dank gebessert. Unser erster Eindruck war extrem touristisch, von unfreundlichen Personal bei der Autovermietung bis hin zu den riesigen Eingangsmauern der Ressorts – aber der erste Eindruck hat getäuscht.

Unser Ressort gehört zu den kleinener All-Inclusive Anlagen, und liegt direkt am traumhaften Sandstrand gelegen. Strand, der aus kleingeschliffenen Korallen besteht und dadurch auch nicht heiss wird – eine wunderbare Sache. Klar werden hier auch morgens die Liegen reserviert und es gibt schon die ersten Biertrinker, aber wir hatten wunderbares Essen und ein Traumzimmer mit Blick aufs Meer!

 

 

 

Auf dem Programm standen u.a. Besuche der Maya-Stätten. Dazu gehört Chizen Itza, ca. 2 Stunden im Landesinneren gelegen. Die Fahrt mit einem Kleinbus war spannend – verfahren kann man sich nicht, da es nur eine Strasse gerade aus gibt. Wenn man hier wohnt, ist die Straßenangabe „Carretera Costera del Golfo, KM 4,9 oder km 18,3“ und dann gehts am Straßenrand eine kleine Einfahrt rein und dahinter verbirgt sich dann Privatgelände.

Die Pyramide in Chitzen Itza darf nicht mehr erklommen werden, zu viele Besucher wollten wohl ein Stück Geschichte mit nach Hause nehmen. Dank eines ortskundigen Guide haben wir viel über die Geschichte und die Besonderheiten der Anlage erfahren. Interessant ist u.a. die Bauweise, auf allen vier Seiten jeweils 91 Stufen plus eine Gesamtstufe oben, sodass man auf 365 Stufen kommt – exakt ein Jahr in Stufen. Die Pyramide ist so der Sonne nach ausgerichtet, das der Eindruck entsteht als würde sich bei Sonnenaufgang eine Schlange die Pyramide hochschlängeln und am Abend wieder herunter. Und es gibt einen  Widerhall, der nach einem Vogel klingt, wenn man vor der Pyramide steht und in die Hände klatscht. Das Gelände ist schon  sehr für Touristen erschlossen und wirkt durch die Größe zwar beeindruckend aber auch irgendwie klinisch.

 

Die Halbinsel Yucatan ist durchzogen von Unterwasserflüssen und es haben sich Cenoten gebildet, große Wasserlöcher, in denen es sich vortrefflich schwimmen lässt. Manche sind auch unterirdisch und man kann zwischen den Cenoten hin und herschwimmen oder tauchen – wir haben uns für die einfache Variante entschieden und waren „nur“ schwimmen. Eine wunderbare Abkühlung nach dem stundenlangen Rumlaufen. Laut des Guides gab es dann in dem Restaurant an der Cenote einfaches, typisch mexikanisches Essen: Pommes, etwas Fleisch und  Salat….klingt eher nach einer Fast Food Kette, aber auch das ist ja schon wieder fast typisch für Mexico.

Wenn man aber tatsächlich auf eine Pyramide klettern will, dann muss man nach Coba.  Auch hier waren wir ganz früh da, damit wir den Menschenmengen entgehen konnten. 91 anstrengende Stufen später steht man praktisch über den Dächern des Dschungels. Spannend, was Touristen dabei als feste Schuhe bestrachten, die einem für den Aufstieg empfohlen wurden – von den klassischen Ballerinas der Asiatinnen bis hin zu den Flip Flops der Amerikaner war alles vertreten. Wir waren natürlich  ganz brav mit Turnschuhen unterwegs…

 

An einem anderen Tag haben wir uns Tulum angeschaut. Es gibt in Tulum Ort einen wunderbaren Strandstreifen, der allerdings fast nur durch kleine Hotels aus betreten werden kann. Tulum ist der Urlaubsort für die Hipster aus New York – die dann auch kein Problem damit haben, eben mal für 3 Nächte 4000 Euro auszugeben – irgendwie hat der Ort einen Bohème Charakter, der sich mit viel Geld erkauft wurde. Und Ende Mai war es verhältnismäßig ruhig dort, ich möchte das nicht an Weihnachten erleben.

Auch hier gibt es eine Maya Stätte, die jedoch direkt am Strand gelegen sind – das muss schon ein interessanter Anblick für die europäischen Eroberer gewesen sein – endlich Land zu sehen und dann riesige Opferstätten auf den Klippen zu erblicken. Die Kombination von Maya-Ruinen, Palmen, Strand und Dschungel ist schon was Besonderes und hat uns eigentlich am besten gefallen.

 

 

Nach einer kurzen Woche gings wieder zurück in der Hoffnung, dass unser Container da und das Haus fertig ist – aber das ist eine Story für den nächsten Beitrag!

Hasta luego!

Vom Regen, Warnblinker und fehlendem Licht bei Autos…

Mein roter Mini Countryman ist genau das richtige Auto hier in San Luis Potosí. Man sagt die schlechtesten Autofahrer in Mexico fahren in SLP  – würde ich jezt mal ohne weitere Stadtkenntnisse unterschreiben. Seit einigen Tagen bekommen wir die Ausläufer einiger Regengebiete zu spüren und nachmittags oder abends ergiesst sich ein heftiger Regenguss mit Gewitter. Daraufhin laufen alle Schlaglöcher voll, das Wasser aus den hügeligen Gebieten läuft die Strasse runter, Straßen stehen unter Wasser, Tunnel laufen voll und die Mexikaner bleiben mit ihrem Auto entweder stehen, haben keine Ahnung was sie tun und fahren als wäre nichts, oder schalten, wie immer bei Besonderheiten im Straßenverkehr, den Warnblinker ein.

Bei Regen muss auch sofort das Haus oder die Wohnung gesichert werden, also erstmal schauen, ob die Fenster oder Türen die Wassermassen aushalten, wenn nicht mit Tüchern abdichten. Die Sturzbäche sind schon beeindruckend…

Spannend ist auch die Benutzung von Parkhäusern. Heute wird wir zu einem Elektromarkt gefahren, der eine Tiefgarage hat. Ich war ein wenig zu schnell bei der Einfahrt unterwegs und habe nicht daran gedacht, dass hier eben mal schnell Höhenunterschiede von 1 m vorkommen….sagen wir Carstens 430i hätte das nicht so mitgemacht. Bei der Einfahrt kommen einem dann auf der falschen Spur Autos entgegen, die einen Parkplatz suchen, nicht ohne vorher erstmal das Handy in die Hand zu nehmen… Licht muss auch nicht in der Tiefgarage gemacht werden und dann gehts los mit der Parkplatzsuche. Erstmal Warnblinker einschalten, dann langsam irgendwie fahren, wenn sich eine Parkmöglichkeit ergibt, erstmal stehen bleiben sodass kein anderer mehr weiter fahren kann. Gerne wird dann spontan entschlossen, dass der andere Parkplatz drei Reihen weiter doch besser ist und so wird spontan weiter gefahren…. Oder Warnblinker aus, rechts blinken und dann doch schnell links abbiegen.

Dafür ist dann aber das Autowaschen sehr entspannt – einfach durch eine Waschstrasse fahren und anschliessend das Auto auf einem vorgesehenen Arbeitsplatz abstellen, 2-4 Mexikaner kümmern sich dann um die weitere Innen- und Aussenpflege und arbeiten sogar mit Aromaduft für den Innenraum. Derweil sitzt man entspannt unter einen Sonnenschirm, trinkt ein Wasser und schaut den anderen beim Arbeiten zu, 10 Minuten später und ca. 110 Peso weniger (4 Euro) ist das Auto wieder blitzeblank…so mag ich das:-)

Hasta luego!