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Das Ende der Hoteltage ist in Sicht

kaum zu glauben, aber seit dem 7. Mai sind wir in Hotels unterwegs und wir können es beide nicht mehr sehen – kleine Zimmer mit winzigem Bad, Mini-Küchenzeile und überall, aber auch überall stehen Sachen von uns rum, da die Staufläche eher gering ist…

Aber das Ende ist in Sicht und damit etwas Positives! Nachdem ich in den letzten Tagen einige Missgeschicke hatte – Hand mit heißem Kaffee verbrüht, beim Verlassen des Möbelgeschäfts nicht aufgepasst und gegen eine Glastür gedonnert (inkl. Beule am Kopf), mein Kreuz mich gestern wie eine lahme alte Frau hat gehen lassen – sind jetzt wieder gute Nachrichten dran.

Dank unserer Vermieter haben wir nun heute einen Termin im Clubhaus, damit wir unsere Zulassung für das Gelände bekommen. Als Anwohner müssen die Autos mit einer Plakette versehen werden, wir müssen PIN und Fingerabdruck bei der Einfahrt am Tor eingeben/hinterlassen und erst dann kommt man aufs Gelände. Da unser Mietvertrag offiziell erst am Freitag gilt, konnten wir bisher immer nur als Besucher rein und mussten das vorher abklären. Die Sicherheitsleute rufen dann bei der Person an und fragen nach, ob das stimmt, und nach Abgabe des Personalausweises bekommt man dann als Besucher eine Einfahrtsgenehmigung.

Nun kommen aber morgen unsere Möbel und so haben wir unsere Vermieter gebeten uns zu unterstützen. Das hat geklappt und so fahren wir heute nachmittag zum Club um die Formalitäten zu regeln. Dann können wir uns frei bewegen und ich werde ab morgen früh 9 Uhr im Haus auf die LKW’s warten. Der Container wurde bereits in der Umzugsfirma entladen und nun shuttlen sie alle Möbel ins Haus. Mal gespannt wie das wird. Bilder folgen dann natürlich.

Am Freitag wird dann die offizielle Hausübergabe sein, inkl. Austausch aller Schlösser, Sicherheitsanlage und dem Unterschreiben von 36 Seiten Clubordnung! Und am Wochenende kommt dann der große Pick-up ins Spiel, den sich Carsten ausleiht um die wichtigsten Dinge zu kaufen – Grill, Fernseher für die WM, Gartenmöbel etc. Schön, dass die Läden hier auch Sonntags auf haben.

A pro pos Öffnungszeiten: Ärzte haben hier lange Arbeitszeiten, reagieren auf Whatsapp und man bekommt super schnell einen Termin (natürlich gilt das für das private medizinische System in Mexic0). Ich werde wohl nächste Woche mal den Osteopathen austesten, der hat geöffnet von Montag bis Samstag 10 – 20 Uhr. Sehr angenehm!

hasta luego!

Von Hunden auf Gepäckbändern, wackeligen Tischen und fast fertigen Häusern..

Da wären wir also, nach einer 24stündigen Reise sind wir am 16. April in San Luis Potosí angekommen. Da wir über die USA kamen, mussten wir hier nochmal durch den Zoll. Und nicht nur die Amerikaner suchen nach Drogen etc. im Gepäck. Vielleicht Payback der südlichen Nachbarn am Verhalten der ehemals bewunderten Amerikaner?

Así sea, nachdem das Gepäckband angeworfen wurde, kam der Drogenhund und hat sich mal schön auf das Band gestellt und jedes Gepäckstück untersucht – das ist eine Schau! Wir waren natürlich brav. Unser Arsenal an Medikamenten hat er wohl für unbedenklich gehalten – dafür musste der Pilot seinen Koffer öffnen:-)

Wir wohnen diesmal im Hilton Hotel, was wirklich schön ist – außer am Wochenende wenn der große Innenhof komplett mit einem Zelt überdacht wird und dort dann Feiern stattfinden. Wir sprechen hier von mexikanischer Lebensfreude bei Partys und der ersten Ahnung, wie groß eine Feier im Familienkreis sein kann – 400 Leute sind da schon locker drin und es wird mit viel Musik (gerne auch laut) bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Vielleicht mischen wir uns einfach mal unter das Volk, wenn wir uns herausputzen fallen wir vielleicht nicht so auf… Vom Hotel gibt’s übrigens Ohrstöpsel – courtesy of Hilton.

Was hat es mit den wackeligen Tischen eigentlich auf sich? Bisher habe ich nur einen einzigen Tisch gefunden (sei es im Restaurant, einem Café, Wartebereich Flughafen etc) der nicht gewackelt hat – scheint ein Besonderheit hier zu sein. Der erste Handgriff ist also immer der nach der Standhaftigkeit eines Tisches und der Suche nach einem Bierdeckel zur Stabilisierung. Umgeschütteter Kaffee, Saft, Wein etc. haben mich schon schlauer werden lassen. Wobei ich nun eigentlich denke, das es nicht die Tische sind, die nicht gerade gebaut wurden, sondern der Boden, auf dem sie stehen…. woher ich das weiß? Nun das liegt wohl an der Besichtigung unseres zukünftigen Heims und der spannenden Bauweise.

Im der geschlossenen Nachbarschaft La Loma Club de Golf haben wir gestern unser Haus besichtigt. Das wird gerade noch gebaut und dank guter Kontakte haben wir bereits im November mit dem Hausbesitzer gesprochen und das Haus mehr oder weniger für uns reservieren können. Gestern also die Besichtigung gemeinsam mit den Besitzern, dem Architekten sowie dem Bauleiter um uns zu versichern, dass alles klappt, im Zeitplan ist und wir sicher pünktlich einziehen können…..nunja, wenn alles klappt, die Finale Inspektion klappt, alles nochmal getestet wurde und die Dusche auch nicht unter Strom steht….Wir könnten doch sicher noch ein paar Tage länger im Hotel bleiben, oder? Klar, werden einige Räume so fertig sein, dass wir den Container mit unseren Sachen ausräumen können. Eventuell müssen wir dann alles auf einen Haufen stellen im Wohnzimmer, bis  die restlichen, kleinen, unbedeutenden Dinge fertig gestellt werden, die man halt noch so machen muss…. aber alles im Plan! Wir lernen hier gerade, wie supernett die Mexikaner sind und wirklich alles versuchen werden, uns das Haus so zu gestalten, das wir uns wohl fühlen  – das ist echt klasse. Wir lernen aber auch, dass es bis zum Schluss spannend bleibt! Alles sieht noch nicht so ganz fertig aus und das künftige Esszimmer dient den Bauarbeitern auch schon als Esszimmer – inklusive einem kleinen Grill der dort steht, wo später unser Esstisch hinkommt…Fenster werden übrigens individuell hergestellt, da sich die Maße erst ergeben, nachdem die Wände gebaut wurden – kann man ja nicht so genau wissen, wie groß das Loch in der Wand wirklich wird. Aber am Ende passt alles.

Wir werden ausreichend Platz für Gäste haben – jedes Zimmer hat eine Terrasse, sodass wir sie entweder nach den Getränken benennen werden, die wir dort zu uns nehmen, oder nach Himmelsrichtungen – für Anregungen sind wir offen.

Natürlich wird ausreichend Platz für ein großer BBQ Grill sein und damit wir das auch richtig angehen, werden Carsten und ich am Samstag schon mal die ersten Geschäfte besuchen um uns eine Übersicht zu verschaffen, welche Outdoor-Küche die richtige sein wird.

Nun noch schnell ein Bankkonto eröffnen, dann heißt es Farben für die Wände und die Küchengeräte aussuchen und dann könnten wir fast einziehen, oder so!

Übrigens, auch hier gilt der Spruch: Die Welt ist ein Dorf – mein Ansprechpartner für Integrationsfragen, mit dem ich mich schon ausgetauscht habe, kennt jemanden, der kennt jemanden. Er ist mit einer unserer ehemaligen Mitbewohnerinnen unseres Ferienhauses gemeinsam aufs Gymnasium in Deutschland gegangen. Das gibt’s doch gar nicht!

Übrigens, gerade habe ich meinen Tisch gewechselt und was soll ich sagen, diesmal ist es tatsächlich die Tischplatte, die wackelt…..

In diesem Sinne – hasta luego!