MenkesinMexico

Vom Regen, Warnblinker und fehlendem Licht bei Autos…

Mein roter Mini Countryman ist genau das richtige Auto hier in San Luis Potosí. Man sagt die schlechtesten Autofahrer in Mexico fahren in SLP  – würde ich jezt mal ohne weitere Stadtkenntnisse unterschreiben. Seit einigen Tagen bekommen wir die Ausläufer einiger Regengebiete zu spüren und nachmittags oder abends ergiesst sich ein heftiger Regenguss mit Gewitter. Daraufhin laufen alle Schlaglöcher voll, das Wasser aus den hügeligen Gebieten läuft die Strasse runter, Straßen stehen unter Wasser, Tunnel laufen voll und die Mexikaner bleiben mit ihrem Auto entweder stehen, haben keine Ahnung was sie tun und fahren als wäre nichts, oder schalten, wie immer bei Besonderheiten im Straßenverkehr, den Warnblinker ein.

Bei Regen muss auch sofort das Haus oder die Wohnung gesichert werden, also erstmal schauen, ob die Fenster oder Türen die Wassermassen aushalten, wenn nicht mit Tüchern abdichten. Die Sturzbäche sind schon beeindruckend…

Spannend ist auch die Benutzung von Parkhäusern. Heute wird wir zu einem Elektromarkt gefahren, der eine Tiefgarage hat. Ich war ein wenig zu schnell bei der Einfahrt unterwegs und habe nicht daran gedacht, dass hier eben mal schnell Höhenunterschiede von 1 m vorkommen….sagen wir Carstens 430i hätte das nicht so mitgemacht. Bei der Einfahrt kommen einem dann auf der falschen Spur Autos entgegen, die einen Parkplatz suchen, nicht ohne vorher erstmal das Handy in die Hand zu nehmen… Licht muss auch nicht in der Tiefgarage gemacht werden und dann gehts los mit der Parkplatzsuche. Erstmal Warnblinker einschalten, dann langsam irgendwie fahren, wenn sich eine Parkmöglichkeit ergibt, erstmal stehen bleiben sodass kein anderer mehr weiter fahren kann. Gerne wird dann spontan entschlossen, dass der andere Parkplatz drei Reihen weiter doch besser ist und so wird spontan weiter gefahren…. Oder Warnblinker aus, rechts blinken und dann doch schnell links abbiegen.

Dafür ist dann aber das Autowaschen sehr entspannt – einfach durch eine Waschstrasse fahren und anschliessend das Auto auf einem vorgesehenen Arbeitsplatz abstellen, 2-4 Mexikaner kümmern sich dann um die weitere Innen- und Aussenpflege und arbeiten sogar mit Aromaduft für den Innenraum. Derweil sitzt man entspannt unter einen Sonnenschirm, trinkt ein Wasser und schaut den anderen beim Arbeiten zu, 10 Minuten später und ca. 110 Peso weniger (4 Euro) ist das Auto wieder blitzeblank…so mag ich das:-)

Hasta luego!

 

Das Ende der Hoteltage ist in Sicht

kaum zu glauben, aber seit dem 7. Mai sind wir in Hotels unterwegs und wir können es beide nicht mehr sehen – kleine Zimmer mit winzigem Bad, Mini-Küchenzeile und überall, aber auch überall stehen Sachen von uns rum, da die Staufläche eher gering ist…

Aber das Ende ist in Sicht und damit etwas Positives! Nachdem ich in den letzten Tagen einige Missgeschicke hatte – Hand mit heißem Kaffee verbrüht, beim Verlassen des Möbelgeschäfts nicht aufgepasst und gegen eine Glastür gedonnert (inkl. Beule am Kopf), mein Kreuz mich gestern wie eine lahme alte Frau hat gehen lassen – sind jetzt wieder gute Nachrichten dran.

Dank unserer Vermieter haben wir nun heute einen Termin im Clubhaus, damit wir unsere Zulassung für das Gelände bekommen. Als Anwohner müssen die Autos mit einer Plakette versehen werden, wir müssen PIN und Fingerabdruck bei der Einfahrt am Tor eingeben/hinterlassen und erst dann kommt man aufs Gelände. Da unser Mietvertrag offiziell erst am Freitag gilt, konnten wir bisher immer nur als Besucher rein und mussten das vorher abklären. Die Sicherheitsleute rufen dann bei der Person an und fragen nach, ob das stimmt, und nach Abgabe des Personalausweises bekommt man dann als Besucher eine Einfahrtsgenehmigung.

Nun kommen aber morgen unsere Möbel und so haben wir unsere Vermieter gebeten uns zu unterstützen. Das hat geklappt und so fahren wir heute nachmittag zum Club um die Formalitäten zu regeln. Dann können wir uns frei bewegen und ich werde ab morgen früh 9 Uhr im Haus auf die LKW’s warten. Der Container wurde bereits in der Umzugsfirma entladen und nun shuttlen sie alle Möbel ins Haus. Mal gespannt wie das wird. Bilder folgen dann natürlich.

Am Freitag wird dann die offizielle Hausübergabe sein, inkl. Austausch aller Schlösser, Sicherheitsanlage und dem Unterschreiben von 36 Seiten Clubordnung! Und am Wochenende kommt dann der große Pick-up ins Spiel, den sich Carsten ausleiht um die wichtigsten Dinge zu kaufen – Grill, Fernseher für die WM, Gartenmöbel etc. Schön, dass die Läden hier auch Sonntags auf haben.

A pro pos Öffnungszeiten: Ärzte haben hier lange Arbeitszeiten, reagieren auf Whatsapp und man bekommt super schnell einen Termin (natürlich gilt das für das private medizinische System in Mexic0). Ich werde wohl nächste Woche mal den Osteopathen austesten, der hat geöffnet von Montag bis Samstag 10 – 20 Uhr. Sehr angenehm!

hasta luego!

Fun Facts

hier mal ein paar erste Kuriositäten aus dem Alltag:

  • Onlinebanking über eine App funktioniert nur bei einer Person auf dem Handy…
  • Wenn ich meinen Führerschein beantrage, muss ich natürlich viele Unterlagen mitbringen, u.a. eine Stromrechnung (wenn noch keine vorhanden ist, dann reicht irgendeine Stromrechnung von irgend jemandem)
  • Carsten hat nächste Woche seinen ersten Steuertermin..er wird hier vom Relocation Service unterstützt. „Bitte bringen Sie Ihre letzten drei Stromrechnungen dazu mit“  – äh, entschuldigen Sie bitte, Sie haben gerade für uns den Hausvertrag gemacht für ein NEUES Haus… da gibt es noch keine Rechnungen….  „Ach so, na, dann bringe ich meine mit“ – ok?
  • Stromrechnungen werden mit der Post verschickt, ohne Umschlag einfach unter die Tür geschoben…nett, wenn man in einem Mehrfamilienhaus wohnt..
  • Stromrechnungen scheinen wichtig zu sein!
  • Ein guter Spruch unseres Katamaran-Kapitäns in Akumal: Ihr habt die Uhr, wir haben die Zeit!  Das trifft es wohl ziemlich
  • Mein erstes Zeiterlebnis: Bei einem Frühstücksstreffen von internationalen Menschen hier in SLP war ich fünf Minuten zu spät und … dann die erste:-) Also passen sich alle hier den Uhrzeiten sind nur Vorschläge System an.
  • Natürlich kann man auf einer Straße mit drei Spuren auf mit fünf Autos nebeneinander fahren
  • Beim Autofahren gilt hier übrigens das Recht des Stärkeren, Größeren, Schnelleren und Unerschrockeneren. Die einzigen, die blinken um einen Richtungswechsel anzuzeigen sind die Ausländer
  • Bumper und Schlaglöcher folgen in der Regel direkt aufeinander. Wie gut dass ich hier einen Mini Countryman bekommen habe, das federt einiges ab. Knallrot, dann sieht man mich auch besser auf der Straße…

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