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Urlaub auf der Halbinsel Yucatan

Natürlich wollen wir uns in Mexiko auch viel ansehen – und haben ganz touristisch mit Yucatan angefangen. Von SLP gings Ende Mai nach Cancun und von dort aus weiter in ein Ressort in Akumal, ca. 1 Stunde südlich von Cancun. Wir sind bei strömendem Regen angekommen, das Wetter hat sich aber dann Gott sei Dank gebessert. Unser erster Eindruck war extrem touristisch, von unfreundlichen Personal bei der Autovermietung bis hin zu den riesigen Eingangsmauern der Ressorts – aber der erste Eindruck hat getäuscht.

Unser Ressort gehört zu den kleinener All-Inclusive Anlagen, und liegt direkt am traumhaften Sandstrand gelegen. Strand, der aus kleingeschliffenen Korallen besteht und dadurch auch nicht heiss wird – eine wunderbare Sache. Klar werden hier auch morgens die Liegen reserviert und es gibt schon die ersten Biertrinker, aber wir hatten wunderbares Essen und ein Traumzimmer mit Blick aufs Meer!

 

 

 

Auf dem Programm standen u.a. Besuche der Maya-Stätten. Dazu gehört Chizen Itza, ca. 2 Stunden im Landesinneren gelegen. Die Fahrt mit einem Kleinbus war spannend – verfahren kann man sich nicht, da es nur eine Strasse gerade aus gibt. Wenn man hier wohnt, ist die Straßenangabe „Carretera Costera del Golfo, KM 4,9 oder km 18,3“ und dann gehts am Straßenrand eine kleine Einfahrt rein und dahinter verbirgt sich dann Privatgelände.

Die Pyramide in Chitzen Itza darf nicht mehr erklommen werden, zu viele Besucher wollten wohl ein Stück Geschichte mit nach Hause nehmen. Dank eines ortskundigen Guide haben wir viel über die Geschichte und die Besonderheiten der Anlage erfahren. Interessant ist u.a. die Bauweise, auf allen vier Seiten jeweils 91 Stufen plus eine Gesamtstufe oben, sodass man auf 365 Stufen kommt – exakt ein Jahr in Stufen. Die Pyramide ist so der Sonne nach ausgerichtet, das der Eindruck entsteht als würde sich bei Sonnenaufgang eine Schlange die Pyramide hochschlängeln und am Abend wieder herunter. Und es gibt einen  Widerhall, der nach einem Vogel klingt, wenn man vor der Pyramide steht und in die Hände klatscht. Das Gelände ist schon  sehr für Touristen erschlossen und wirkt durch die Größe zwar beeindruckend aber auch irgendwie klinisch.

 

Die Halbinsel Yucatan ist durchzogen von Unterwasserflüssen und es haben sich Cenoten gebildet, große Wasserlöcher, in denen es sich vortrefflich schwimmen lässt. Manche sind auch unterirdisch und man kann zwischen den Cenoten hin und herschwimmen oder tauchen – wir haben uns für die einfache Variante entschieden und waren „nur“ schwimmen. Eine wunderbare Abkühlung nach dem stundenlangen Rumlaufen. Laut des Guides gab es dann in dem Restaurant an der Cenote einfaches, typisch mexikanisches Essen: Pommes, etwas Fleisch und  Salat….klingt eher nach einer Fast Food Kette, aber auch das ist ja schon wieder fast typisch für Mexico.

Wenn man aber tatsächlich auf eine Pyramide klettern will, dann muss man nach Coba.  Auch hier waren wir ganz früh da, damit wir den Menschenmengen entgehen konnten. 91 anstrengende Stufen später steht man praktisch über den Dächern des Dschungels. Spannend, was Touristen dabei als feste Schuhe bestrachten, die einem für den Aufstieg empfohlen wurden – von den klassischen Ballerinas der Asiatinnen bis hin zu den Flip Flops der Amerikaner war alles vertreten. Wir waren natürlich  ganz brav mit Turnschuhen unterwegs…

 

An einem anderen Tag haben wir uns Tulum angeschaut. Es gibt in Tulum Ort einen wunderbaren Strandstreifen, der allerdings fast nur durch kleine Hotels aus betreten werden kann. Tulum ist der Urlaubsort für die Hipster aus New York – die dann auch kein Problem damit haben, eben mal für 3 Nächte 4000 Euro auszugeben – irgendwie hat der Ort einen Bohème Charakter, der sich mit viel Geld erkauft wurde. Und Ende Mai war es verhältnismäßig ruhig dort, ich möchte das nicht an Weihnachten erleben.

Auch hier gibt es eine Maya Stätte, die jedoch direkt am Strand gelegen sind – das muss schon ein interessanter Anblick für die europäischen Eroberer gewesen sein – endlich Land zu sehen und dann riesige Opferstätten auf den Klippen zu erblicken. Die Kombination von Maya-Ruinen, Palmen, Strand und Dschungel ist schon was Besonderes und hat uns eigentlich am besten gefallen.

 

 

Nach einer kurzen Woche gings wieder zurück in der Hoffnung, dass unser Container da und das Haus fertig ist – aber das ist eine Story für den nächsten Beitrag!

Hasta luego!

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